Die Geschichte eines Basketballwunders

Wurzeln des Erfolges – die Gründerzeit (1976-1986)

Im Frühjahr 1974 wird im Turnverein Aflenz rund um Adi Schrittwieser eine Basketball-Riege gegründet. 2 Jahre später – 1976, entsteht schließlich der Wunsch an der steirischen Meisterschaft teilzunehmen. In den Bestimmungen des steirischen Basketballverbandes ist jedoch festgehalten, dass für jede Seniorenmannschaft eine Nachwuchsmannschaft geführt werden muss. Um der Pönale von 4000 Schilling zu entgehen, erklärt sich Adi Schrittwieser bereit mit seinem Sohn Michael und dessen Schulkollegen das Training zu beginnen – der Start zur beispiellosen Entwicklung eines Vereins. Befeuert vom beispiellosen Engagement der beteiligten Familien (Marichhofer, Plewa, Schrettle, Schrittwieser und anderen) ensteht ein österreichisches Sportmärchen.

Im Jahr 1980 gibt es bereits zwei Nachwuchsmannschaften – Schüler und Knaben, zudem wird ein Basketballfreiplatz in Aflenz errichtet. In diesem Zeitraum entwickelt sich der Verein rasch, immer mehr junge Spieler drängen in den Club, als Trainer und Motivator hat Fery Kienesberger hohen Anteil an diesem Aufstieg, als Sponsor und Förderer begleitet Günther Essenko mit der Sparkasse Aflenz den unaufhaltsamen Aufstieg.
1986 ist das erste Kapitel der Vereinsgeschichte geschrieben. Der Club hat sich innerhalb der ersten 10 Jahre in die Landesliga hochgearbeitet und verfügt über ein enormes Potential an Eigenbauspielern, welche die Grundlage für die Erfolge der kommenden Jahre werden sollten.

 

Der steile Weg nach oben (1986-2000)

Es beginnt der steile Aufstieg des Vereins, man nimmt ab Herbst 1987 bereits mit 6 Teams an Meisterschaften teil, teilweise werden die Meisterschaftsspiele aufgrund des Hallenproblems schon in Kapfenberg ausgetragen. Die Aflenzer marschieren souverän durch die Landesliga, am Ende gelingt im Juni 1988 in Steyr der erstmalige Aufstieg in die Bundesliga B. Nach Abstieg und sofortigem Wiederaufstieg beginnt 1990/91 die Ära von Johnny Griffin. Am Ende ist das nächste Wunder vollbracht, 1991 gelingt Aflenz – als kleinster Gemeinde der österreichischen Sportgeschichte (1000 Einwohner) – der Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse

1992 beendet Michael Schrittwieser seine Spielerkarriere und wird neuer Coach. Mit harter Teamarbeit steht die Truppe am Ende der Saison 1993/94 auf Platz 5 und ist im Herbst 1994 erstmals für den Europacup qualifiziert. Der Bär wird als Maskottchen installiert – die Basket Bears entstehen als Marke, die Kooperation mit der Sportstadt Kapfenberg wird intensiviert.
1994 stoßen der Kärntner Nationalspieler Helmut Moschik und Trainer Mido Kamenica zu den Bears, 1995 schlussendlich Mike Coffin, der in Folge ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil dieser Basketballfamilie werden wird. Die Bären feiern 1996 20 Jahre Basketball und den 3. Platz in der österreichischen Meisterschaft. Nun folgt endgültig der Schritt nach Kapfenberg. Das Umfeld, die Infrastruktur in der Böhlerstadt sind in Österreich richtungsweisend, der Club und die Arbeitsweise passen ins Konzept der aufstrebenden Sportstadt – aus Aflenz wird Kapfenberg. Damit beginnt in der Saison 1996/97 beine neue Epoche- eine Epoche der großen Erfolge und Spitzenplatzierungen. Kapfenberg sichert sich die Bronzemedaille und somit 1997 den 3. Platz in der österreichischen Bundesliga. Mit der Firma Montan unter der Führung des Duos Ingrid Glauninger und Karl Thaller wird ein neuer Hauptsponsor gefunden. Karl Thaller wird der erste Präsident der Basket Bears. Erstmals in der Vereinsgeschichte wird 1997 der Aufstieg in die Hauptrunde des Korac-Cup geschafft.  Ab 1998 bereichert mit Gernot Mach ein weiterer erfolgreicher Unternehmer die Vereinsgeschichte und wird Partner für viele Jahre. In den kommenden Jahren geht es weiter nach oben – sowohl 1999 wie auch 2000 feiert man den österreichischen Vizemeister.

Gleichzeitig strömen vermehrt junge Spieler aus ganz Österreich nach Kapfenberg um die optimale Kombination schulische Ausbildung & Leistungssport zu genießen. Die Akademie der Bears, die Big Men Academy und später die Teamsportakademie Kapfenberg werden Vorbild für das ganze Land. Armin Woschank als erfolgreichster Vertreter der ersten Generation prägt mit seinen Wegbegleitern jahrelang das sportliche Geschehen.

Der Traum geht in Erfüllung – dem Basketball wachsen Flügel (2001-2018)

Die Bears Kapfenberg erreichen 2001 das große Ziel – zum ersten Mal wandert der heiß ersehnte Meisterpokal nach Kapfenberg. Die Finalserie gegen die Wörthersee Piraten erreicht Kultstatus.    25 Jahre nach der Gründung steht der Verein an der Spitze des österreichischen Basketballsports. Ein Titel ist aber nicht genug. Der Höhenflug des regierenden Meisters hält in den kommenden Jahren an – in Kapfenberg schreibt man in den darauf folgenden Saisonen Geschichte. Mit Bernhard Stelzer kommt eine wichtige Integrationsfigur im Sales Bereich an Bord. Die Bears bezwingen 2002 nach zweifacher Overtime im entscheidenden Spiel 5 die Panthers in der Stadthalle von Fürstenfeld denkbar knapp – der 2. Meistertitel kommt nach Kapfenberg.
2003 Gmunden führt in der best-of-five-Serie bereits mit 2:0, alles scheint verloren, als die Kapfenberger Vereinsführung reagiert. Coach Stefan Koch muss das Feld räumen, statt ihm zieht Michael Schrittwieser in der letzten Phase der Meisterschaft wieder die Fäden von der Bank. Das unglaubliche Kunststück gelingt, die Bears schreiben Geschichte: Die Steirer können den 0:2 Rückstand noch umdrehen, erstmalig in der Geschichte des österreichischen Basketballs, und besiegen die Swans aus Gmunden im 5. Finalspiel. Der 3. Meistertitel en suite geht nach Kapfenberg.

In der Saison 2003/2004 wird beim österreichischen Meister eine neue Ära eingeleitet. Aus den Basket Bears werden die Superfund Bulls Kapfenberg. Neuer Hauptsponsor, neuer Name und neues Vereinskonzept lassen den regierenden Meister weiter reifen. Im Frühjahr 2004 stehen die Superfund Bulls Kapfenberg zum 6. Mal hintereinander im Finale der Basketball-Bundesliga. Wie auch im Vorjahr warten dort die Swans aus Gmunden.
Am 17. Mai 2004 schaffen die Obersteirer dann bereits im 4. Finalspiel die Sensation und das Unglaubliche – die Bulls sind zum 4. Mal en suite österreichischer Basketballmeister!
Eine bewegte, anstrengende Saison geht mit der absoluten Krönung für die Bulls zu Ende. Nach vier Titeln en suite reißt nun die Meisterserie der Bulls. 2005 erreicht man erstmals seit 1998 nicht mehr das Ligafinale und auch in der Saison 2006 ist im Halbfinale Endstation. Umso größer ist im Jahr 2007 dann die Freude über den ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte: im Finale können sich die Bulls gegen Fürstenfeld durchsetzen.
Die Saison 2009/10 bringt eine Neuerung, wie es sie in dieser Tragweite bei den Kapfenberg Bulls noch nie gegeben hat. Stets auf innovative Konzepte bedacht, entschließt sich der Vorstand in Absprache mit der Stadtgemeinde Kapfenberg, den zum dritten Mal in den Konkurs geschlitterten Kapfenberger Eishockeyverein mit dem bestehenden Basketballclub unter gemeinsamer Führung zu vereinen.

2010 folgt ein weiteres highlight der Vereinsgeschichte – unter der Flagge des ece wird auch der Brucker Handballclub übernommen. Die Brucker Handballer – zweimaliger Staatsmeister in den 90er Jahren waren in der niedrigsten Spielklasse angelangt, und sollen nun mit der Unterstützung des neuen Hauptsponsors ece – Einkaufscentrum Europaplatz Kapfenberg – wieder an die Spitze des österreichischen Handballs herangeführt werden. Dazu wird ein völlig neuartiges Kinder, Jugend- und Sozialprojekt gestartet. Die ece bulls betreiben zukunftsfähige Projekte wie das Special Olympics Basketball team, ece junior bulls, summer school und den Volkschulcup.
Neuer Präsident wird ece Eigentümer Heribert Krammer. Unter seiner Patronanz wird auch der Brucker Volleyballverein in die ece bulls integriert.
In den darauf folgenden Jahren wird der Handballclub von der Landesliga wieder in die oberste Spielklasse geführt, der Eishockeyverein in die zweithöchste Spielklasse. Ab 2015 liegt nach der erfolgreichen Beendigung dieser Vision der Fokus unter der Führung des neuen Obmanns Oliver Freund wieder ganz auf Basketball!

Die nächste Erfolgsserie lässt nicht lange auf sich warten – 2017 feiern die bulls das erste triple der Vereinsgeschichte – mit dem Cuptitel, dem Meistertitel und dem Supercuptitel gehen alle drei möglichen Trophäen, am Höhepunkt übergibt der langjährige coach Michael Schrittwieser das Trainerzepter an Mike Coffin. Der setzt dort fort wo sein Vorgänger aufgehört hat und holt 2018 mit dem Cup und schlussendlich dem Meistertitel den fünften nationalen Titel für die bulls in Serie.

 

Damit sind die bulls mit 6 Meistertiteln, 4 Cupsiegen und 4 Supercupsiegen die erfolgreichste Basketball Organisation des neuen Jahrtausends, Teamsportakademie, das Nachwuchsmodell Kapfenberg, die ganzjährige Betreuung von Kindern in Volkschulen und das Special Olympics Basketball Team ergeben ein perfektes Gesamtpaket mit Vorbildfunktion!