BULLS gewinnen zum Bundesliga-Auftakt klar

Titelverteidiger Kapfenberg BULLS, die wegen ihres FIBA Europe Cup Engagements die Erstrundenbegegnung gegen Klosterneuburg verschieben musste, hat zum Auftakt der 2. Runde in der ADMIRAL Basketball Bundesliga einen 101:82-Auswärtssieg über die Vienna D.C. Timberwolves gefeiert. Ein früher 12:0-Run (16:10 / 6. Min) brachte Kapfenberg nach anfänglichem Rückstand auf Kurs und fortan einen Sieg ein.

 

Die Timberwolves – sie mussten auf D’Angelo, Hörberg und John verzichten – ließen sich aber bis Anfang des Schlussviertels nicht entscheidend abschütteln, mussten dann aber die Bulls ziehen lassen: Die Steirer bestachen vor allem mit ihrer Offensivleistung und holten sich mit 35 Punkten im dritten Abschnitt den entscheidenden Vorteil. Mit 58% Trefferquote aus dem Feld überbot Kapfenberg den bisherigen Bestwert der Gunners (57%) knapp. Aus dem 2er-Bereich verwerteten die Bulls 64% ihrer Würfe, aus dem 3er-Bereich 47%. Überragend auf Seiten von Kapfenberg war – wie schon beim Supercupsieg über Gmunden – Elijah Wilson. Der US-Forward machte insgesamt 35 Punkte. Auch Bogic Vujosevic ließ seine Klasse aufblitzen, machte 27 Zähler.

 

Vienna D.C. Timberwolves – Kapfenberg Bulls 82:101 (19:25, 42:47, 70:82)
Scorer Timberwolves: Hofbauer 23, Nikolic 20, Kolaric 17
Scorer Bulls: Wilson 35, Vujosevic 27, Stegnjaic 13

 

Top-Performer:

PETER HOFBAUER – 30:27 MIN | 23 PTS | 5/10 3pFG (Timberwolves)
ELIJAH WILSON – 32:17 MIN | 35 PTS | 7/12 3pFG | 5 RB | 3 ST (Bulls)

 

Key Facts:

  • Kapfenberg überzeugte mit seiner Trefferquote (58% FG | 64% 2pFG | 47% 3p FG)
  • Kapfenberg hatte mehr Input von der Bank (25:9 „bench-points“)
  • Kapfenberg nutzte 15 Turnover der Timberwolves zu 24 Punkten
  • Timberwolves Guard Petar Cosic war mit 12 Assists auch in seinem zweiten ABL-Spiel in dieser Kategorie zweistellig (10 Assists @Panthers Runde 1.)

 

Stimmen zum Spiel:

Mike Coffin, Headcoach von Kapfenberg: „Es war ein schwieriges Spiel. Wir wussten, dass die Timberwolves in ihrem ersten Heimspiel motiviert sein werden. Sie haben gekämpft. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen.“

 

Elijah Wilson, Spieler von Kapfenberg: „Wir hatten ein paar Probleme, vor allem defensiv – aber insgesamt war es ein gutes erstes Saisonspiel von uns. Wir haben natürlich noch einiges zu verbessern. Das wird definitiv auch klappen, da wir ein sehr gutes Team sind.“

 

Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwovles: „Wir haben Charakter bewiesen und nach einem anfänglichen Rückstand uns zurück ins Spiel gekämpft. Darauf können wir stolz sein. Wir haben aber über das Spiel hinweg in Wirklichkeit keine Lösung gegen Bogic Vujosevic und Elijah Wilson gefunden, die mit ihrer individuellen Leistung das Spiel entschieden haben. Wir waren aber bis Mitte des Schlussviertels voll im Spiel und darauf können wir stolz sein.“

 

Philipp D’Angelo, Kapitän der Timberwolves: „Es war ein umkämpftes Spiel. Eigentlich lagen wir fast immer im Rückstand, aber trotzdem sind wir drangeblieben. Ich glaube, wir haben gegen ein Top-Team der ABL einen guten Einstand gezeigt.“

 

Spielbericht:

Die Wölfe müssen auf D’Angelo, John und Hörberg verzichten, Müller und Polakovic spielen angeschlagen. Dennoch heißt es in der 3. Minute nach Dreiern von Nemanja Nikolic und Peter Hofbauer 10:4. Die Gäste kontern mit einem 12:0-Run und ziehen auf 20:12 davon. Laurence Müller führt die Wolves auf 19:20 heran, mit 19:25 geht es in die erste Pause.

Im zweiten Viertel lässt Elijah Wilson die Steirer mit drei Dreiern auf 36:21 davonziehen. Angetrieben von Hofbauer, Nikolic und Petar Cosic gleichen die Timberwolves bis zur 19. Minute aber auf 41:41 aus. Die Gastgeber zeigen in dieser Phase großen Einsatz und tolles Teamplay. Bogic Vujosevic ist aber nicht zu stoppen und Kapfenberg führt zur Halbzeit 47:42. Darien Nelson-Henry und David Samuels halten bereits bei drei Fouls. Bei den Wolves erhalten die Youngsters Paul Rotter, Nikica Nikolic und David Rados einiges an Spielzeit.

Der dritte Abschnitt ist ein absolutes High-Score-Quarter, Marko Kolaric und Co. punkten zwar beständig, können die Kapfenberger aber hinten nicht halten. Auch eine Zonen-Verteidigung wird von Wilson immer wieder geknackt. Die Gäste liegen nach 30 Minuten 82:70 voran.

Im Schlussviertel bringt David Rados die Hausherren auf 74:82 heran. Wegen der Ausfälle schwinden allerdings die Kräfte und Kapfenberg zieht dank Wilson und Vujosevic entscheidend davon.