Der Weg nach oben

Der Weg nach oben (1986-1996)   
Die Zeit von 1986 bis 1996 läßt sich im nachhinein gesehen als "Weg nach Oben" beschreiben. Die sportlichen Hochs und Tiefs im Club, sowie der unbändige Ehrgeiz der jungen Mannschaft fallen genauso in diesen Zeitraum wie der Wechsel nach Kapfenberg und die Reifung vom Amateurverein zum Proficlub.
 
Der Weg zum Bundasligaklub
In der Saison 1986/87 beginnt der steile Aufstieg des Vereins. Schritt für Schritt hält im ersten Landesligajahr mehr Professionalität Einzug. Aflenz nimmt ab Herbst 1987 bereits mit 6 Mannschaften an Meisterschaften teil. Für die Landesliga wird erstmals ein ausländischer Coach verpflichtet – Boris Cerpes aus Marburg. Teilweise werden die Meisterschaftsspiele aufgrund des Hallenproblems schon in Kapfenberg ausgetragen. Die Aflenzer marschieren souverän durch die Landesliga, nach der hauchdünnen Qualifikation für die Aufstiegsspiele, gelingt in Steyr der Aufstieg in die Bundesliga B. Aflenz ist im Juni 1988 Bundesligaclub.
 
Johnny Griffin und der Aufstieg
Die Bundesligajahre beginnen, im Oktober 1988 landet der erste US-Legionär auf Aflenzer Boden, der 2.05m große Dwayne Texas. Trotzdem ist es eine schlechte Saison für die Aflenzer, man steigt wieder in die Landesliga ab. In der drauffolgenden Saison fassen die Spieler aber wieder Mut, die Mannschaft wird 1990 Landesligameister und schafft ohne Probleme den Wiederaufstieg in die Bundesliga B.
 
Mit der zweiten Bundesligasaison beginnt auch 1990/91 die Ära von Johnny Griffin. Mit dem gebürtigen Kalifornier dominieren die Aflenzer im Grunddurchgang, und spielen sowohl in der B-Liga als auch im Aufstiegs Play-Off entfesselt. Am Ende ist das nächste Wunder vollbracht:
 
1991 – nach 15 Jahren ist Aflenz in der Bundesliga A.
In der Saison 1991/92, im ersten Jahr in der höchsten österreichischen Spielklasse, gibt es eine gravierende Änderung – erstmals ist der Einsatz von zwei Amerikanern erlaubt. In dieser Saison wird auch fleißig expandiert. Die ersten Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche aus Kapfenberg unter Leitung von Roland Korntheuer finden statt. In der Bundesliga sind die ersten Runden nicht sehr verheißungsvoll, dennoch landet Aflenz auf dem hervorragenden 5. Platz.
 
Michael Schrittwieser startet Trainerkarriere
1992 ist das Jahr der Veränderungen. Johnny Griffin geht nach Gmunden, Markus Fritz nach Möllersdorf, außerdem verzeichnet man in der Saison 1992/93 den bisher größten „Legionärsverschleiß“ der Geschichte. Neun US-Legionäre geben sich die Klinke in die Hand.
 
Zu Saisonende 1993 belegt Aflenz nur Rang 11, zum Glück wird die A-Liga auf 12 Teams aufgestockt, so bleibt der Abstieg erspart.
 
Michael Schrittwieser beendet seine Spielerkarriere und wird als einzig mögliche Billiglösung für den Verein neuer Coach. Man spürt neuen Aufwind. In der Saison 93/94 hält sich die Bundesligamannschaft besser, als von allen erwartet und prognostiziert. Mit Mannschaftsgeist und Teamarbeit steht die Truppe am Ende auf Platz 5 und ist 1994 erstmals für den Europacup qualifiziert.
 
Der Bär ist los
In der drauffolgenden Saison gelingt den Verantwortlichen ein Geniestreich: Basketball boomt wie noch nie in der Obersteiermark. Der Bär wird als Maskottchen installiert, ein neues Logo ist der nächste Schritt in der Entwicklung auch die Kooperation mit der Sportstadt Kapfenberg wird intensiviert.
 
1994/95 stoßen der Kärtner Helmut Moschik und Trainer Mido Kamenica zu den Bears. Die erste internationale Saison beginnt mit dem Europacupspektakel gegen Genf. 1995 folgt dann die Einbürgerungsfeier für Johnny Griffin.
 
        
Eine harte und erfolgreiche Saison geht zu Ende, gekrönt von beachtlichen Europacupauftritten belegte das Team in der Liga den 5. Platz.
 
In der drauffolgenden Saison macht das „Trio Infernal“ mit Johnny Griffin, Mike Coffin und Sean Allen die Gegner der Bären unsicher. Möllersdorf wird in der regulären Saison dreimal besiegt, im Semifinale sind die Niederösterreicher aber nicht zu biegen.
 
Die Bären feiern 1996 20 Jahre Basketball und den 3. Platz in der österreichischen Meisterschaft. Nun folgt endgültig der Schritt nach Kapfenberg. Das Umfeld, die Infrastruktur in der Böhlerstadt sind in Österreich richtungsweisend, der Club und die Arbeitsweise passen ins Konzept der aufstrebenden Sportstadt.